Salix breviserrata Floderus 1940 -- Kurzzähnige Weide

Seltene Art mit archaischer Wuchsform

Wuchsform niederliegend oder wenig bogig aufgerichtet
(Lämmeren VS, 2500 m ü. M.)

Eine Kleinweide von niederliegendem Wuchs oder wenig bogig aufgerichtetem Astwerk. Das Wachstum ist langsam und flächig ausgebreitet, Höhen über 10 cm werden kaum erreicht. Die Zweige sind sparrig verzweigt, jüngste Triebe manchmal leicht behaart. Dagegen sind die Laubblätter insbesondere an der Oberseite meist mit spinnwebig wirren Haaren besetzt und grün glänzend. Mit dem fein gesägten Blattrand unterscheidet sich Salix breviserrata von der nahe verwandten Salix alpina. Letztere schmückt sich mit ganzrandigen Blättern und ist ein Vertreter der Ostalpen (Lautenschlager-Fleury 1994).

Weibliches und ...
... männliche Kätzchen von Salix breviserrata

Die Kätzchen dieser Kleinweide sind imposant; sowohl in der weiblichen wie auch in der männlicher Form -
beide sind leuchtend purpurn!
Geblüht wird nach dem Blattaustrieb; in hohen Lagen nicht vor Ende Juni.

Im naturnahen Garten kann diese Seltenheit durchaus ein Plätzchen bekommen. Ihr behagt ein frischer Standort im Steingarten. Staunässe und pflanzliche Konkurrenz sind zu vermeiden.

Salix breviserrata wächst am Naturstandort auf kargen Böden im Hochgebirge mit vorwiegend Kalkschutt und Dolomit. Ihre Verbreitung in der Schweiz erstreckt sich über das Gebiet der Alpen.

Salix breviserrata ist ein flächig ausgebreiteter Kleinstrauch mit malerischer Kätzchenpracht - sozusagen ein ungeschliffener, pflanzlicher Diamant!

Lebensraum alpines Hochgebirge, vorwiegend auf Kalkschutt und Dolomit
(Lämmeren VS, 2500 m ü. M.)

Eintrag erstellt: 16.06.2016/züm - Letzte Aktualisierung: 16.06.2016/züm